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Mühlhäuser Bürger machen Geschichte

Neue Dauerausstellung im Kulturhistorischen Museum stellt Mühlhäuser Persönlichkeiten, öffentliches Leben und Traditionsfeste vor

Marksteine des bürgerlichen Lebens präsentiert die neue Dauerausstellung „BürgerSTADT“, die seit 23. November 2017 im Kulturhistorischen Museum zu sehen ist.

Im Fokus des dritten Ausstellungsbereiches zur Mühlhäuser Stadtgeschichte stehen neben historischen Ereignissen vor allem besondere Persönlichkeiten und das öffentliche Leben in Mühlhausen, Vereine und lokale Traditionsfeste. Aus den umfangreichen Objektbeständen der kulturhistorischen Sammlung werden Souvenirs, Porzellan, Möbel und Porträts bekannter Mühlhäuser Bürger gezeigt. Historische Fotografien illustrieren die Ausstellung. Beispielhaft wird anhand der Entwicklung der Freimaurerloge Mühlhausen und der Gesangvereine der Stadt das öffentliche Leben im 19. und 20. Jahrhundert dargestellt.

Einige herausragende Objekte veranschaulichen darüber hinaus symbolhaft das ansteigende Selbstbewusstsein des Bürgertums. Ein so genanntes Römhilder Kästchen, eine Schmuckschatulle aus der Zeit der späten Renaissance (um 1600), ist ein Beispiel für die Einzelanfertigung wertvoller Objekte für Adlige und reiche Bürger. Das Kästchen ist aus Alabaster und gefärbtem Laubholz und zeigt auf der Frontseite ein Wappen, das vermutlich der Familie Eckart zugeschrieben werden kann. Eine Besonderheit des Kästchens ist die Ausstattung mit mehreren Geheimfächern.

Eine Einzelanfertigung für eine Mühlhäuser Bürgerfamilie war auch ein aufwändig gearbeiteter schmiedeeiserner Ofen, der um 1900 von der Firma Küppersbusch gefertigt wurde. Er zeigt handgemalte Emaille-Bilder mit Mühlhausen-Motiven wie dem Blobach, dem Popperöder Brunnenhaus, dem ehemaligen Schneiderschen Etablissement (ein Ausflugslokal der Mühlhäuser) und der ehemaligen Waldgaststätte Weißes Haus. Einige dieser Sehenswürdigkeiten existieren heute nicht mehr.

Der Ausstellungsbereich „BürgerSTADT“ ist der dritte Teil der Dauerausstellung zur Stadtgeschichte im Kulturhistorischen Museum. Zwei weitere Räume sind noch in Planung. Ein Großteil der Ausstellung konnte dank einer Förderung der Thüringer Staatskanzlei finanziert und mit Hilfe unseres Freundeskreises Mühlhäuser Museen sowie weiteren Spenden verwirklicht werden.

Anke Weisbrich, M.A.
Mühlhäuser Museen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

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