{"id":408,"date":"2017-10-30T18:22:01","date_gmt":"2017-10-30T18:22:01","guid":{"rendered":"http:\/\/xn--freundeskreis-mhlhuser-museen-iqc45e.de\/?p=408"},"modified":"2017-10-30T18:22:01","modified_gmt":"2017-10-30T18:22:01","slug":"inspiration-vom-trio-inspirato","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freundeskreis-muehlhaeuser-museen.de\/?p=408","title":{"rendered":"Inspiration vom \u201eTrio Inspirato\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Von Dr. Uta Ziegner<\/p>\n<p>Ein kleines ramponiertes K\u00e4stchen sorgt immer wieder f\u00fcr Bewegung in der M\u00fchlh\u00e4user Museumslandschaft, denn es schreit in seiner angestammten Sch\u00f6nheit und Einmaligkeit nach Renovierung und teurer Restaurierung. So hatten am vergangenen Dienstag wieder einmal der Freundeskreis M\u00fchlh\u00e4user Museen und der Rotary Club M\u00fchlhausen zu einem Benefizkonzert eingeladen. Auch dieses f\u00fcnfte trug die Handschrift des r\u00fchrigen Vorstandes Dr. Michael Scholl, der kenntnisreich das \u201eTrio Inspirato\u201c f\u00fcr die Veranstaltung engagiert hatte. In seinen Begr\u00fc\u00dfungsworten dankte er nicht nur den Mitgliedern des Rotary Clubs f\u00fcr gro\u00dfz\u00fcgige Spenden, sondern gleichfalls einer langen Reihe von Sponsoren und nicht zuletzt zahlreichen technischen Mitarbeitern und Helfern, die f\u00fcr das Zustandekommen des Konzertes verantwortlich zeichneten.<\/p>\n<p><!--more-->Mit der Sopranistin Marietta Zumb\u00fclt, dem Klarinettisten Reiner Wehle und der Pianistin Friederike Richter hatten sich drei erfahrene Kammermusiker zusammengefunden. Bei aller B\u00fchnenerfahrung \u2013Marietta Zumb\u00fchlt war bis 2009 am Weimarer Nationaltheater engagiert \u2013 ist sie auch eine exzellente Liedinterpretin. Das Unwiederbringliche der kleinen Form durchmisst sie eindrucks-und charaktervoll, wobei ihr eine nicht nur umf\u00e4ngliche, sondern vor allem wunderbar bewegliche Stimme zur Verf\u00fcgung steht. Kein falscher Pathos, sondern \u201eeinfach\u201c nur lupenreiner Gesang. Ihre ad\u00e4quaten Partner standen mit ihr auf sicherem musikalischem Terrain.<br \/>\nDas war mit viel Inspiration interessant aufbereitet. Zwei Szenen aus Mozarts Oper \u201eTitus\u201c er\u00f6ffneten und beschlossen ein Programm mit Werken von jeweils zwei deutschen und Italienischen Romantikern. Die Variabilit\u00e4t und Vielf\u00e4ltigkeit der Besetzungen war gro\u00df.<br \/>\nReiner Wehle, heute Professor an der Hochschule f\u00fcr Musik in L\u00fcbeck, vermittelte seinem Publikum eine interessante Lehrstunde \u00fcber sein Instrument .\u201cTitus\u201c,Mozarts Oper, KV621, komponiert zwischen \u201eZauberfl\u00f6te\u201c und \u201eRequiem\u201c, uraufgef\u00fchrt in Prag und weiterhin aufgef\u00fchrt 1802 von Goethe zur Einweihung des neuerbauten Theaters von Lauchst\u00e4dt, verlangt das Bassetthorn im Orchester. Prof. Wehle stellte das Instrument der Altlage vor, das in der Arie \u201eNon piu di fiori\u201c mit dem Sopran klangvoll dialogisierte. Anders das Blasinstrument in der Cavatine aus Gioacchino Rossinis Oper \u201eDer Barbier von Sevilla\u201c. Hier wurde die gro\u00dfe Klarinette in Sopranstimmung der manchmal \u00fcberlegene Ersatz f\u00fcr die menschliche Stimme . Wolfgang Amadeus Mozart ging mit seinen Schw\u00e4gerinnen auch musikalisch freundlich um, komponierte er doch f\u00fcr seine \u00e4lteste Josepha die Arie \u201eSchon lacht der holde Fr\u00fchling\u201c, KV 580. Der Partitur Entwurf, nunmehr mit Klarinette und Klavier aufgestockt, war in ihrer da-capo-Anlage ein reizender Kulminationspunkt des Konzertes.<br \/>\nWenn nicht auf Konzertreisen, waren es neben Wien die St\u00e4dte Gotha und Kassel, die Ludwig Spohr zu binden verstanden. Obwohl in seiner Oper \u201eFaust\u201c viel passiert, steht sie selten auf den Spielpl\u00e4nen. Desto \u00fcberraschender das sch\u00f6ne Terzett f\u00fcr Sopran, Klarinette und Klavier \u201eIch bin allein\u201c. Noch einmal galt die Moderation der Klarinette, die sich hier minuti\u00f6s mit dem Sopran verband. Diese typisch romantisch-dramatische Arie Spohrs zeigte aber auch noch einmal das lyrische K\u00f6nnen Marietta Zumb\u00fclts. Dann kam Puccinis \u201eMimi\u201c, die Figur der Armut und des Todes in Sch\u00f6nheit aus \u201eLa Boheme\u201c. Geliebt und bewundert auch in M\u00fchlhausen, Zartheit bei stimmlicher Gr\u00f6\u00dfe bei Marietta Zumb\u00fclt.<br \/>\nLast bat not least: der musikalische \u201eStabilisator\u201c des Konzertes war Friederike Richter. Die Pianistin aus Darmstadt zeichnete nicht nur f\u00fcr eine makellose, stilsichere und tonlich sublime Begleitung, sondern setzte auch mit den drei Sonetten von Franz Liszt pianistische Ma\u00dfst\u00e4be. Man h\u00f6rte die \u201eAnnees de Pelerinage\u201c seit Nike Wagners Aufenthalt in Weimar \u00f6fter. Der zweite Jahrgang \u201eItalien\u201c r\u00fcckt Petrarcas Dichtungen besonders in den Blickpunkt. Friederike Richter, ausgestattet mit ausgezeichnetem pianistischem Verve, arbeitete die gedankliche Vorstellung wunderbar heraus bis hin zu den \u201eLiebestr\u00e4umen\u201c-Intonationen.. Den Beifallsst\u00fcrmen der Musikfreunde des fr\u00fchabendlichen Konzertes dankten die Interpreten mit Louis Spohrs \u201eWiegenlied\u201c und einer Vertonung aus Hermann Hesses \u201eStufen\u201c. Schade, dass der Komponist dieses sch\u00f6nen Liedes nicht verraten wurde.<\/p>\n<p>[ngg_images source=\"galleries\" container_ids=\"11\" display_type=\"photocrati-nextgen_basic_slideshow\" gallery_width=\"400\" gallery_height=\"300\" cycle_effect=\"fade\" cycle_interval=\"10\" show_thumbnail_link=\"1\" thumbnail_link_text=\"[Zeige Vorschaubilder]\" order_by=\"sortorder\" order_direction=\"ASC\" returns=\"included\" maximum_entity_count=\"500\"]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Dr. Uta Ziegner Ein kleines ramponiertes K\u00e4stchen sorgt immer wieder f\u00fcr Bewegung in der M\u00fchlh\u00e4user Museumslandschaft, denn es schreit in seiner angestammten Sch\u00f6nheit und Einmaligkeit nach Renovierung und teurer Restaurierung. 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